Irland - die grüne Insel

Ich bin ja ein absoluter Nordland-Fan. Deshalb stand auch Irland schon lange auf meiner «Bucket List». Da ich aber überhaupt nicht gerne selber Auto fahre, geschweige denn links, war für mich klar, dass ich entweder mit jemandem der gerne Auto fährt nach Irland reise oder aber mit einer Gruppe.

Ich habe mich für Zweiteres entschieden. Zusammen mit Marco Polo Young Line Travel, welcher spezialisiert auf Gruppenreisen für Junge Leute zwischen 20 und 35 Jahren ist, ging es im Juli 2015 nach Irland.


Per Direktflug geht es ab Zürich nach Dublin. Nach der Ankunft nehmen wir für den Transfer ins Stadtzentrum einen Schnellbus. Es bleibt noch genügend Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden bevor wir uns am Abend mit der Gruppe und dem Guide in der Hotellobby treffen. Viele Gesichter sind bereits etwas bekannt, da man sich bereits vorab in der Facebook-Gruppe für die Reise, wie üblich bei Marco Polo Young Line Travel, kennen lernen konnte. Die Gruppe ist bunt gemischt, von Alleinreisenden über Paare, zu Deutschen, Schweizern und Österreichern. Auch der Altersschnitt reicht von 20 bis 38.


In den nächsten 12 Tagen entdecken wir Irland per Bus, wir unternehmen Wanderungen, machen Bootstourenund entdecken mit einem «irischen Nightlife-Profi» die Pubs von Dublin.


Die ersten 2 ½ Tage verbringen wir in Dublin, wir entdecken die schönsten Plätze und Parks, besuchen den Food Market, probieren Irisches Bier und lassen uns von der riesigen Bibliothek im Trinity College faszinieren. Für Dublin empfehle ich Ihnen einen Aufenthalt von mindestens drei Nächten.


Weiter geht es in den Süden der Insel in Richtung Cork. Vorbei am Killkeny Castle und dem Rock of Cashel. In Cork entdecken wir die Stadt auf einer kurzen Führung. Von hier aus lohnt sich auch ein Ausflug ins kleine Küstenstädtchen Kinsale. In Cork würde ich einen Aufenthalt von zwei Nächten empfehlen.


Es folgt ein «MUSS» für jede Irland Reise, der Ring of Kerry, die schönste und berühmteste Panoramastrasse der Insel, und die Dingle Halbinsel. Es ist ein Traum: Natur pur, Zeit für verschiedene Wanderungen eine Bootstour, und und und. Hier lässt sich’s verweilen. Für Naturliebhaber würde ich hier mindestens vier Nächte oder mehr empfehlen. In Dingle gilt es nicht nur «Fungie» – dem berühmtesten Delphin der Stadt – einen Besuch abzustatten. Probieren Sie hier unbedingt das beste hausgemachte Eis der Insel bei «Murphys Ice Cream».


Anschliessend geht es weiter zunächst zu den «Cliffs of Moher» oder auch «Cliffs of Nowhere», wie sie die Iren gerne nennen, da sie oft im Nebel liegen. Die imposanten Steilklippen sind das Fotosujet schlecht hin. Wir hatten Glück mit grandiosem Wetter und nur wenigen Besuchern. Am Abend fahren wir dann in die Universitätsstadt Galway. Die Stadt ist jung geblieben, viele Studenten sind unterwegs und in den Strassen wird musiziert. Auch hier lohnt sich ein Aufenthalt von zwei bis drei Nächten. Galway ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Fahrt in die Region Connemara, wo die bekannten Pferde herkommen. Und auch die Kylemore Abbey mit den dazugehörenden Gärten ist nur einen Katzensprung entfernt. Ebenfalls lohnenswert ist ein Ausflug auf die Aran Islands, mit der Fähre (je nach Wetter eine schauklige Angelegenheit) geht es rüberauf die Insel. Die Insel selber kann entweder per Pferdekutsche oder Fahrrad erkundet werden, Autos gibt es keine. Geniessen Sie die eindrückliche Natur und verpassen Sie es nicht ein Mitbringsel aus Schafswolle von der Insel mitzunehmen.


Leider ist unsere kurze Rundreise schon fast wieder vorbei und wir machen uns von Galway auf in Richtung Dublin. Unterwegs unternehmen wir noch eine Bootstour auf dem Shannon und besichtigen die keltischen Hochkreuze von Clonmacnoise. Und natürlich darf ein echtes irisches "Whiskey-Tasting" nicht fehlen, Sláinte!


Es bleibt uns eine letzte Nacht in Irlands Hauptstadt bevor es am nächsten Tag mit schwerem Herzen wieder zurück in die Schweiz geht. Es war bestimmt nicht meine letzte Irland Reise, die kleine Insel und die Gastfreundschaft der Iren haben es mir angetan.


Ursina Kuhn – Sommer 2015

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