Lappland – Ein Wintermärchen der besonderen Art

Als Nordland-und Winterfan hatte ich schon lange geplant, im Winter nach Lappland zu reisen. Nicht nur, um einmal das Nordlicht zu sehen, sondern auch wegen den unglaublichen Weiten, den grossen Schneemengen und wegen der Blockhausromantik. Im Januar 2016 ging es also endlich los.


Gespannt ging es am späteren Morgen zum Flughafen Zürich, wo auch unser Edelweiss-Direktflug nach Kittilä bereits wartete. Die Temperatur-Anzeige am Gate sagte vor Ort -20°C voraus, brrr. Wobei man dazu sagen muss, dass -20°C in Lappland gefühlt nicht so kalt sind, wie bei uns. Trotzdem sollte man sicher genügend warme Winterkleider mitnehmen, insbesondere bei einer Hundeschlittensafari wird es sonst mit dem Fahrtwind ziemlich kalt.


Angekommen in Kittilä wartete auch schon die Reiseleitung von Kontiki auf uns, welche uns zu unserem kleinen Blockhaus, unserem zu Hause für die nächste Woche, nach Äkäslompolo brachte. In unserem Häuschen hatten wir nicht nur ein Cheminée und eine Sauna, auch die Küche war sehr gut ausgestattet. Für den Wocheneinkauf im lokalen Supermarkt sind wir natürlich mit unserem typischen Tretschlitten in den Ort gefahren. So konnten wir alle Einkäufe besser nach Hause transportieren und hatten auch noch Spass dabei. Der Supermarkt in Äkäslompolo bietet ein grosses Angebot, es ist kein Problem sich selber im Blockhaus zu versorgen. Wer lieber nicht kochen möchte, dem empfehle ich das Ylläs Humina in Äkäslompolo – ein Blockhaushotel direkt im Ort.


Während der Woche standen natürlich verschiedene Ausflüge an. Wir hatten diese bereits im Voraus in der Schweiz gebucht. Diese können aber, je nach Verfügbarkeit, auch noch vor Ort dazu gebucht werden. Neben einer Schneeschuhsafari, einem Motorschlittenausflug und einer Hundeschlittenfahrt gehörte natürlich auch ein Besuch auf einer Rentierfarm zum Programm. Zwischendurch blieb noch genügend Zeit, um das Örtchen zu entdecken und lokale Spezialitäten zu probieren. Auch für Langläufer und Skifahrer bietet die Region verschiedene Möglichkeiten, hier gibt es wirklich für jeden Geschmack etwas. Wer es lieber ruhiger mag und die Natur noch mehr geniessen möchte, dem empfehle ich ein Aufenthalt in Luosto, welches noch etwas weniger touristisch ist.


Mitte Woche war es dann endlich soweit. Auf unserem "Nordlicht-Alarm-Handy" von Kontiki Reisen erschien ein SMS-Alarm. Wir packten uns also sofort dick ein und gingen nach draussen, um das Nordlicht zu erspähen. Da es, durch die Strassenbeleuchtung, um unser Häuschen relativ hell war, begaben wir uns etwas weg vom Quartier, wo wir das Lichtspektakel besser beobachten konnten. Es war sehr eindrücklich und einzigartig. Ein Naturspektakel der besonderen Art. Vor lauter Staunen vergassen wir sogar Fotos zu machen, der Moment bleibt aber unvergessen.


Nach einer Woche voller Erlebnisse und schönen Erinnerungen ging es am Samstag, mit kurzem Zwischenstopp zur Besichtigung des Eishotels, übrigens auch ein tolles Erlebnis, wieder zurück zum Flughafen Kittilä, wo uns auch schon der Edelweiss-Flieger in Richtung Heimat erwartete.


Mein Fazit: Ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Lappland – ein Wintertraum schlechthin.


Ursina Kuhn – Januar 2016

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